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Initiative für Erdgasmobilität legt Zwischenbericht vor

Bundesweit ist das Angebot an Erdgastankstellen und Erdgasfahrzeugmodellen in den letzten Monaten weiter ausgebaut worden. Das Wachstumspotenzial für ERDGAS und BIO-ERDGAS als Kraftstoff ist jedoch noch längst nicht ausgeschöpft.

Neben weiterer Investitionen der Wirtschaft bedarf es daher verbesserter politischer Rahmenbedingungen. Das geht aus dem Zwischenbericht der Initiative für Erdgasmobilität hervor, der heute dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Dr. Andreas Scheuer überreicht wurde.

Laut des Zwischenberichts hat sich die Infrastruktur für den alternativen Kraftstoff verbessert: Die Zahl der Erdgastankstellen ist auf über 900 angewachsen. Zwischen 2011 und dem ersten Halbjahr 2012 wurden 36 neue Tankstellen in zentraler Lage eröffnet. Bis zum Jahresende sollen 20 weitere dazu kommen. Darüber hinaus bieten immer mehr Autohersteller Serienfahrzeuge mit Erdgasantrieb an. Allein in 2012 sind bisher drei neue Modelle auf den Markt gekommen, bis 2015 wird sich diese Zahl von 11 auf 19 fast verdoppeln. Hinzu kommen Neuheiten im Nutzfahrzeugbereich, wie die IAA in Hannover zeigte. 

 

Dennoch blieb der Marktanteil für ERDGAS und BIO-ERDGAS als Kraftstoff von diesen Entwicklungen weitgehend unbeeinflusst. So sind die Zulassungszahlen für Erdgasfahrzeuge im Jahr 2011 um gut 4 Prozent auf 94.000 angewachsen, für 2012 zeichnet sich ein geringeres Wachstum ab. Die in der Initiative engagierten Automobilhersteller, Energieunternehmen sowie der ADAC machte daher deutlich, dass politische und wirtschaftliche Impulse nötig seien, damit sich der alternative Antrieb noch stärker etabliere. "Wir brauchen vor allem eine transparente Auszeichnung der Kraftstoffpreise an den Tankstellen, damit jeder Autofahrer den Preisvorteil von ERDGAS und Biomethan erkennen kann; eine Verlängerung der Energiesteuerermäßigung über das Jahr 2018 hinaus und eine finanzielle Förderung des Ausbaus des Erdgastankstellennetzes", betonte Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), die die Initiative koordiniert. "Ohne diese Impulse können die Potenziale nicht ausgeschöpft werden", so Kohler weiter.

Der Parlamentarische Staatssekretär Andreas Scheuer begrüßte das Engagement der Initiative und sicherte zu, die Vorschläge zu prüfen: "ERDGAS und Biomethan bieten attraktive Potenziale zur Verbesserung der CO2-Bilanz, der Energieversorgungssicherheit und zur Minderung des Schadstoffausstoßes im Verkehrssektor. Der Ausbau des Angebots an Erdgasfahrzeugen und des Tankstellennetzes sind zentrale Elemente, um den Markt voranzubringen. Es ist gut, dass sich führende Unternehmen und der ADAC in der Initiative Erdgasmobilität der dena zusammengeschlossen haben. Gemeinsam werden wir beraten, wie der Anteil der Erdgasmobilität gesteigert werden kann."

Laut der Kraftstoffstrategie der Bundesregierung könnte der Marktanteil von ERDGAS und BIO-ERDGAS als Kraftstoff bis 2020 auf 4 Prozent steigen. Das entspricht 1,4 Millionen zugelassenen Erdgasfahrzeugen. "Die Gaswirtschaft wird sich mit langfristigem Fokus weiterhin engagieren und hofft auf zusätzliche Marktanreize", unterstreicht auch Dr. Olaf Rumberg, Geschäftsführer der erdgas mobil GmbH. Viele Energieversorger und Tankstellen leisten bereits ihren Beitrag - unter anderem indem sie neben dem Bau und Betrieb von Erdgastankstellen, dem umweltschonenden Kraftstoff zunehmend regeneratives BIO-ERDGAS beimischen und in zukunftsweisende "Power to Gas"-Projekte investieren. "Denn Erdgasmobilität bringt die Diversifikation der Kraftstoffversorgung voran und stellt gleichzeitig eine umweltschonende und sozialverträgliche Lösung für die Zukunft dar", so Rumberg abschließend. 

Wenn Sie noch Fragen dazu haben oder mehr Informationen zum Thema Erdgasfahrzeuge wünschen, rufen Sie uns einfach an. (Tel. 06825/932638)