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Trotz Rekordhoch bei Spritpreis: Tanken für 69 Cent je Liter

Zum Ende des Sommers erreicht der Preis für Benzin und Diesel an deutschen Tankstellen ein erneutes Rekordhoch. ERDGAS als Kraftstoff bleibt dagegen weiterhin günstig. Energieforscher Dr. Steffen Bukold rät auf die umweltschonende Alternative umzusteigen, da der hohe Ölpreis nicht mehr dauerhaft fallen wird.

An der Tankstelle müssen Autofahrer derzeit tief in die Tasche greifen: Nach Angaben des ADAC kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt aktuell 1,692 Euro. Ein Kilogramm ERDGAS liegt dagegen bei 1,07 Euro. Umgerechnet auf den Energiegehalt von einem Liter Super sind das vergleichsweise 0,69 Euro pro Liter. Für Autofahrer lohnt es sich daher, auf den alternativen Kraftstoff umzusteigen.  
Das findet auch Energieforscher Dr. Steffen Bukold. Er sagt, eine Entspannung der Benzin- und Dieselpreise sei langfristig nicht zu erwarten, da der Rohölpreis nicht mehr stark sinken könne. Dafür sorge auch der schwache Euro und eine Reihe an geopolitischen Risiken und Versorgungsausfällen. "Unter anderem ist Nordsee-Öl momentan sehr teuer", so Bukold. "Es gibt dort - wie im vergangenen Jahr - technische Probleme in Förderfeldern. Die Anlagen sind relativ alt und störanfällig. Das ist auf den ersten Blick nur ein lokales Problem. Aber in der Nordsee wird der Weltölpreis ermittelt, nach dem sich fast alle anderen Ölpreise richten." 
Hinzu komme die politische Lage in wichtigen Öl-Exportländern. Der Konflikt in Syrien, der auf den Irak überzuspringen droht, und die angespannte Situation zwischen Israel und Iran könnten zu weiteren Exportausfällen und -störungen führen. "Der Rest hängt dann vom Kurs des Euros ab", sagt der Energiemarkt-Experte. "Der Euro ist in den vergangenen Jahren deutlich gefallen, so dass wir jetzt Höchstpreise in Deutschland haben." Außerdem sei Öl bekanntlich ein knappes Gut - eine Tatsache, die sich auch durch neue Technologien, die zur Ölförderung eingesetzt werden, nicht wegdiskutieren lasse.  
 

Dr. Steffen Bukold leitet das Hamburger Forschungsbüro EnergyComment. Auf seinem Infoportal www.energiepolitik.de informiert er Verbraucher und Politik über die Preisrisiken bei Rohöl, Kraftstoffen und Heizöl.